Trauer und Glück
Wir werden immer traurig sein. Nie mehr untraurig. Aber wir können wieder glücklich werden.
Vor ein paar Tagen bin ich über einen Satz gestolpert, der mich nicht mehr losgelassen hat:
„Wir werden immer traurig sein. Nie mehr untraurig. Aber lasst uns versuchen, nicht mehr unglücklich zu sein.“
Ich habe ihn gelesen und gedacht: „Ja. Genau so fühlt es sich an.“
Denn ich glaube nicht, dass Trauer irgendwann einfach verschwindet. Wenn wir einen Menschen wirklich geliebt haben, dann bleibt etwas zurück. Eine Verbindung. Erinnerungen. Momente, die plötzlich wieder ganz nah sind. Manchmal reicht ein Lied, ein Geruch, ein bestimmter Blick in den Himmel, oder eine ganz einfache Alltagssituation.
Und plötzlich ist dieser Mensch wieder da.
Bei mir sind es ganz oft die kleinen Dinge, die mich an Sven erinnern.
Ich habe viele Jahre im Homeoffice gearbeitet. Nicht immer, aber wenn ich von zu Hause gearbeitet habe, gab es diesen bestimmten Moment, den ich heute noch ganz oft vor mir sehe.
Irgendwann um die Mittagszeit stand Sven meistens in der Tür, mit einem Kaffee in der Hand.
„Schatz, du musst Pause machen. Komm, Kaffee trinken.“ Ich war natürlich oftmals gerade mitten in etwas drin. „Gleich“, habe ich gesagt. „Nur noch schnell diese eine Sache.“
Er hat mich daran erinnert, dass es auch wichtig ist, einmal aufzustehen. Durchzuatmen. Pause zu machen.
Damals war das unser Alltag…so selbstverständlich. Heute weiß ich, wie wertvoll genau diese kleinen Momente waren. Es war nicht der große romantische Augenblick, den man sich vielleicht für eine Erinnerung vorstellt. Es war einfach nur eine Tasse Kaffee. Dieser eine Satz von ihm. Der Mensch, der auf mich geachtet hat. Und genau dieses Gesamtpaket fehlt mir am meisten. Diese kleinen Gesten, die so viel Liebe getragen haben.
Aber vielleicht ist das auch ein Teil davon, wie unsere Verbindung weitergeht. Denn wenn ich heute Pause mache, denke ich oft an ihn. Und manchmal muss ich sogar lächeln. Nicht, weil es nicht mehr weh tut, sondern weil ich gleichzeitig spüre, da war so viel Liebe.
Und diese Liebe ist noch da.
Natürlich gibt es immer noch diese traurigen Momente.
Momente, in denen ich ihn vermisse.
Momente, in denen ich denke: „Ach Sven, das würde ich dir jetzt so gerne erzählen.“
🤍Die Traurigkeit gehört dazu
Sie zeigt, wie wichtig dieser Mensch für mich war. Aber heute weiß ich, dass traurig sein und unglücklich sein nicht dasselbe sind.
Das Leben darf wieder schöne Momente bringen, auch wenn jemand fehlt.
Ich erinnere mich noch an die ersten Urlaube ohne Sven.
Die Vorstellung allein war schwierig, denn Reisen waren immer etwas Gemeinsames.
Und dann war ich irgendwann unterwegs, mit diesem komischen Gefühl im Herzen. Ein Teil von mir traurig, ein anderer Teil neugierig. Irgendwann habe ich gemerkt: Ich darf diesen Moment genießen.
Ich darf den Sonnenuntergang anschauen.
Ich darf lachen.
Ich darf neue Erinnerungen sammeln.
Das bedeutet nicht, dass Sven weniger wichtig geworden ist, im Gegenteil. Ich glaube, er hätte sich genau das für mich gewünscht. Dass ich weiterlebe. Dass ich wieder Freude empfinde. Dass ich offen bleibe für das, was das Leben noch für mich bereithält.
🤍Auch bei den Menschen in meinem Leben hat sich vieles verändert.
Ja, manche Menschen gehen…und das tut richtig weh. Aber es bleiben auch die Menschen, die wirklich mit mir weitergehen möchten. Da sind Freunde, die zuhören…die nicht versuchen, die Trauer wegzumachen, sondern einfach da sind.
Und…es kommen neue Menschen dazu. Menschen, die Sven nie kennengelernt haben. Und trotzdem möchten sie ihn kennenlernen.
Sie fragen nach ihm. Sie möchten wissen, wer dieser Mensch war, der mein Leben so geprägt hat. Und das berührt mich sehr. Denn dadurch bekommt Sven auch in neuen Begegnungen einen Platz.
Ich erzähle von ihm nicht, weil ich in der Vergangenheit leben möchte. Ich erzähle von ihm, weil er zu meinem Leben gehört. Weil ich heute der Mensch bin, der ich bin auch durch ihn. Durch unsere gemeinsame Zeit. Durch unsere Liebe. Durch alles, was wir miteinander erlebt haben.
Heute ist mein Vertrauen ins Leben ein anderes geworden.
Es ist nicht mehr dieses unbeschwerte Vertrauen von früher. Es ist tiefer. Es weiß, dass das Leben schwer sein kann. Aber es weiß auch: Ich kann schwere Tage überstehen. Ich kann neue Herausforderungen meistern.
Und am Ende des Tages kann ich sagen: „Ja. Auch diesen Tag habe ich geschafft.“ …mit meiner Trauer, mit meiner Liebe, mit den Menschen an meiner Seite und mit Sven in meinem Herzen.
Ich will nicht vergessen, nicht loslassen, sondern weitergehen. Mit allem, was war und mit allem, was noch kommt.
🤍Denn wir werden immer traurig sein. Nie mehr untraurig. Aber wir dürfen wieder glücklich werden.
Von Herzen 🖤alles Liebe
Eure Peggy
Von der 0 zur 8 – mein Weg zurück ins Leben Danke, dass ich nicht aufgegeben habe
Vor einiger Zeit habe ich mich hingesetzt und mir selbst einen Brief geschrieben. Einen Dankesbrief. Nicht, weil alles gut ist. Nicht, weil ich „fertig“ bin mit meiner Trauer. Sondern weil ich einmal bewusst hinschauen wollte: „Was habe ich eigentlich in diesem Jahr alles geschafft?“
Wenn ich ehrlich bin, gab es eine Zeit, da hätte ich auf einer Skala von 0 bis 10, von „es geht nicht mehr weiter“ bis „das Leben fühlt sich wieder gut an“, wahrscheinlich eine 1 angekreuzt. Vielleicht auch eine 0.
Ich habe keinen Sinn mehr gesehen. Ich hatte das Gefühl, ich komme da nie wieder raus.
🤍Als ich dachte, ich komme da nicht mehr raus
Mein Fokus war nur noch auf Sven gerichtet. Wenn ich Bilder im Kopf hatte, dann immer mit ihm.
Sven mit unseren Freunden.
Sven mit mir im Urlaub.
Sven mit mir hier im Haus.
Es gab kein Bild ohne ihn und genau das hat es so verzweifelt gemacht. Weil ich mir einfach kein „Danach“ vorstellen konnte. Kein Leben, das nicht automatisch ihn beinhaltete. Mein ganzes Denken war rückwärtsgerichtet. Alles drehte sich um das, was war und nicht mehr um das, was noch sein könnte. In diesen Momenten fühlte es sich an, als wäre mein Leben stehen geblieben.
🤍Der erste kleine Perspektivwechsel
Ganz langsam, wirklich langsam, habe ich gemerkt, dass sich mein Blick ein kleines Stück weitet. Nicht, weil ich weniger an Sven gedacht habe. Sondern weil ich irgendwann spürte, es gibt auch ein Leben ohne ihn. Anders. Aber es gibt es.
Neue Begegnungen kamen. Neue Gespräche. Neue Möglichkeiten.
Plötzlich habe ich erlebt, dass ich Dinge auch allein schaffe. Nicht genauso wie früher, aber auf meine Weise. Was mir besonders geholfen hat, war dieser Gedanke: „Was würde Sven jetzt sagen? Was würde er tun?“ Ich habe aufgehört, ihn nur im Gestern zu suchen und begonnen, ihn innerlich mitzunehmen. In meine Entscheidungen. In meine Gespräche. In mein Weitergehen. Genau das hat etwas verändert. Nicht im Außen, sondern in mir.
🌱Mehr bei mir ankommen
In dieser Zeit habe ich angefangen, mir bewusst Raum zu nehmen. Ich habe begonnen zu meditieren. Früher war das nicht mein Weg. Heute ist es ein Anker. Einfach still werden und meine Gedanken wahrnehmen. Mich selbst wieder spüren.
Die Welt draußen ist laut, schnell und voll. Und in der Trauer verliert man sich oft darin. Dieses bewusste Bei-mir-Sein hat mir geholfen, nicht nur im Außen nach Halt zu suchen, sondern in mir. Dadurch habe ich mich neu kennengelernt. Ehrlicher und klarer.
Weniger „Wie sollte ich sein?“
Mehr „Wie bin ich gerade wirklich?“
🤍Ich bin an meiner Seite geblieben
Was mich beim Schreiben besonders berührt hat, war die Erkenntnis, ich war für mich da.
Ich habe funktioniert, ja, aber ich habe nicht nur funktioniert. Ich habe mir Zeit genommen. Ich habe mich immer wieder gefragt: „Was brauche ich gerade?“ Ich habe in mein Herz gehört…in meinen Bauch. Weniger Kopf, mehr Gefühl. Und ich habe meinen Blick geweitet. Nicht alles nur rational erklären wollen, sondern mich auch für Spiritualität geöffnet. Für Gedanken, die größer sind als mein Verstand. Das hat mir Halt gegeben. Es war eine Art Ergänzung…ein Blick über den Tellerrand. Es gab mir Kraft und irgendwie auch ein kleines bisschen Leichtigkeit.
🌱Ich muss nicht alles alleine tragen
Trauer kann sich ziemlich einsam anfühlen. Und ja, es gibt Menschen, die nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Manche ziehen sich zurück. Manche wechseln das Thema.
Aber ich habe auch etwas anderes erlebt.
Wenn ich den Mut hatte, ehrlich zu sagen, wie es mir geht, auch wenn ich es selbst kaum in Worte fassen konnte, dann haben sich Türen geöffnet. Dann gab es Menschen, die zugehört haben.
Und plötzlich war ich gar nicht mehr so allein.
Seitdem weiß ich, wenn ich mich öffne, wenn ich meine Gedanken teile und meine Hand ausstrecke, dann gibt es Menschen, die sie nehmen. Und das werde ich nie vergessen.
🌱Was mir diese Zeit geschenkt hat
Ich weiß nicht, ob „Geschenk“ das richtige Wort ist. Vielleicht ist es eher eine Entwicklung. Eine Reifung. Ein inneres Wachsen. Ich bin jedenfalls heute viel näher bei mir. Ich weiß besser, was mir wichtig ist. Ich schätze Dinge, die nichts mit Besitz oder Status zu tun haben. Es geht mir weniger darum, wie etwas nach außen wirkt. Mehr darum, wie es sich innen anfühlt.
Ich möchte meinen Weg gehen. Einen Weg, der sich für mich lebenswert anfühlt. Und ich habe verstanden, wie sehr meine innere Haltung dabei eine Rolle spielt.
Ein einfaches Beispiel:
Wenn du denkst, alle Menschen sind rücksichtslos, dann wirst du vor allem genau das wahrnehmen. Wenn du aber beginnst zu glauben, dass es auch Güte gibt, dann siehst du plötzlich kleine Gesten, freundliche Worte, ehrliche Begegnungen.
Es ist wie mit einem neuen Auto:
Sobald du dich für eine bestimmte Marke interessierst, siehst du sie überall. Nicht, weil sie plötzlich häufiger da ist, sondern weil dein Fokus sich verändert hat.
So ähnlich habe ich es mit meinem Blick auf das Leben erlebt. Am Ende ist es meine innere Haltung, die meinen Weg bestimmt. Ich entscheide jeden Tag neu, worauf ich schaue. Nicht auf das, was fehlt, sondern auf das, was noch möglich ist.
🌱Heute
Heute stehe ich auf meiner Skala bei einer 8. Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht vorstellen können. Und allein dafür bin ich unglaublich dankbar.
Mein Dank an mich
In meinem Brief stand unter anderem:
Danke, dass du nicht aufgegeben hast.
Danke, dass du weitergemacht hast, auch an Tagen, an denen du nicht wusstest wie.
Danke, dass du dir Hilfe geholt hast.
Danke, dass du wieder begonnen hast, an das Leben zu glauben.
Und vielleicht mag ich dir heute eine Frage mitgeben:
Wann hast du dir zuletzt selbst gedankt?
Nicht für Leistung oder Perfektion, sondern dafür, dass du durchgehalten hast.
Es braucht keine großen Antworten. Vielmehr reicht es, sich selbst anzuerkennen und zu sagen: „Ich sehe, was du geleistet hast.“
Und vielleicht stellst du dann fest…
Du bist weiter, als du denkst.
Alles Liebe
Peggy
Neues Leben und die Kapitel, die bleiben
Gedanken aus unserer Community Zwischen Erinnern und Weitergehen
„Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet.“
— Joseph Campbell
Dieser Satz klingt so klar. Fast ein bisschen wie ein Versprechen. Da wartet noch etwas auf dich. Es kann wieder etwas entstehen. Es gibt ein „danach“. Und gleichzeitig fühlt er sich nicht wirklich leicht an. Denn wenn sich Leben verändert, sei es durch Verlust, durch Umbrüche, durch Erfahrungen, die wir uns von allein nie ausgesucht hätten…dann geht es nicht einfach darum, etwas hinter sich zu lassen und nach vorne zu schauen.
Für diesen Beitrag sind Gedanken aus unserer Community eingeflossen. Unterschiedliche Stimmen, unterschiedliche Wege, unterschiedliche Wahrheiten. Und genau hier liegt etwas sehr Tröstliches:
Dass es eben nicht den einen richtigen Umgang mit „neuem Leben“ gibt.
Ein Bild, das dabei entstanden ist, hat mich besonders berührt…
🤍Das Buch unseres Lebens
Ein Buch mit vielen Kapiteln, mit Seiten, die wir lieben, mit Erinnerungen, die uns geprägt haben. Und dann gibt es Kapitel, die enden, ohne dass wir bereit dafür sind. Kapitel, die wir nicht freiwillig geschlossen hätten. Aber sie verschwinden nicht einfach. Wir können zurückblättern, immer wieder. Wir müssen nicht so tun, als hätte es dieses „alte Leben“ nie gegeben.
In den Stimmen aus der Community wurde auch etwas sehr Ehrliches spürbar. Nämlich, dass es sich für manche Menschen nicht stimmig anfühlt, sich von diesem alten Leben zu lösen, einfach weil es zu wertvoll ist, zu prägend, zu sehr verbunden mit Liebe. Und auch das darf da sein. Niemand muss „loslassen“, wenn sein Herz sagt: „Das gehört zu mir.“ Andere wiederum beschreiben einen etwas anderen Weg…
🤍Ein vorsichtiges Annehmen dessen, was sich nicht ändern lässt…
Und ein ebenso vorsichtiges Hinwenden zu dem, was noch möglich ist. Man kann es vergleichen mit einem inneren Herantasten. Frei nach dem Motto: „Was geht heute?“ Aus diesem Spüren entstehen dann erste kleine, mutige Bewegungen ins Leben zurück. Gedanken, die wieder ein bisschen nach Zukunft schmecken. Ganz leise und eher unspektakulär beginnt ein zartes Weitergehen.
Wenn ich all das „zusammenfühle“, dann entsteht für mich ein buntes Bild von „neuem Leben“. Kein radikaler Neuanfang. Kein „Ich lasse alles hinter mir“. Sondern eher ein liebevolles Weitertragen.
Ich denke, der Satz von Joseph Campbell bedeutet gar nicht, dass wir uns wirklich lösen müssen. Vielmehr bedeutet er, dass wir aufhören dürfen, an einem Bild festzuhalten, das so nicht mehr weitergeht, aber ohne Zweifel dürfen wir all das bewahren, was dieses Leben für uns bedeutet hat.
Ich glaube von Herzen, wir müssen unser altes Leben nicht loslassen. Wir dürfen es in uns tragen, wie ein wertvolles Kapitel. Aus genau diesem „In-uns-Tragen“ darf ganz leise etwas Neues entstehen. Kein neues Leben statt des alten, sondern ein Leben, das weitergeschrieben wird. Mit allem, was war und allem, was – irgendwann – wieder werden darf.
🤍Stelle dir doch mal folgende Fragen:
„Was in meinem Leben ist, so kostbar, dass ich es nicht loslassen möchte?
Welche Erinnerungen, welche Spuren von Liebe, welche gelebten Augenblicke dürfen bleiben…nicht als Vergangenheit, sondern als Teil von mir?“
Und vielleicht… gibt es da irgendwo zwischen all dem, was war und dem, was noch ungewiss ist, einen Hauch von Neugier.
Ich wünsche es uns von Herzen 🖤
Eure Peggy
Von der 0 zur 8 – mein Weg zurück ins Leben Danke, dass ich nicht aufgegeben habe
Vor einiger Zeit habe ich mich hingesetzt und mir selbst einen Brief geschrieben. Einen Dankesbrief. Nicht, weil alles gut ist. Nicht, weil ich „fertig“ bin mit meiner Trauer. Sondern weil ich einmal bewusst hinschauen wollte: „Was habe ich eigentlich in diesem Jahr alles geschafft?“
Wenn ich ehrlich bin, gab es eine Zeit, da hätte ich auf einer Skala von 0 bis 10, von „es geht nicht mehr weiter“ bis „das Leben fühlt sich wieder gut an“, wahrscheinlich eine 1 angekreuzt. Vielleicht auch eine 0.
Ich habe keinen Sinn mehr gesehen. Ich hatte das Gefühl, ich komme da nie wieder raus.
🤍Als ich dachte, ich komme da nicht mehr raus
Mein Fokus war nur noch auf Sven gerichtet. Wenn ich Bilder im Kopf hatte, dann immer mit ihm.
Sven mit unseren Freunden.
Sven mit mir im Urlaub.
Sven mit mir hier im Haus.
Es gab kein Bild ohne ihn und genau das hat es so verzweifelt gemacht. Weil ich mir einfach kein „Danach“ vorstellen konnte. Kein Leben, das nicht automatisch ihn beinhaltete. Mein ganzes Denken war rückwärtsgerichtet. Alles drehte sich um das, was war und nicht mehr um das, was noch sein könnte. In diesen Momenten fühlte es sich an, als wäre mein Leben stehen geblieben.
🤍Der erste kleine Perspektivwechsel
Ganz langsam, wirklich langsam, habe ich gemerkt, dass sich mein Blick ein kleines Stück weitet. Nicht, weil ich weniger an Sven gedacht habe. Sondern weil ich irgendwann spürte, es gibt auch ein Leben ohne ihn. Anders. Aber es gibt es.
Neue Begegnungen kamen. Neue Gespräche. Neue Möglichkeiten.
Plötzlich habe ich erlebt, dass ich Dinge auch allein schaffe. Nicht genauso wie früher, aber auf meine Weise. Was mir besonders geholfen hat, war dieser Gedanke: „Was würde Sven jetzt sagen? Was würde er tun?“ Ich habe aufgehört, ihn nur im Gestern zu suchen und begonnen, ihn innerlich mitzunehmen. In meine Entscheidungen. In meine Gespräche. In mein Weitergehen. Genau das hat etwas verändert. Nicht im Außen, sondern in mir.
🌱Mehr bei mir ankommen
In dieser Zeit habe ich angefangen, mir bewusst Raum zu nehmen. Ich habe begonnen zu meditieren. Früher war das nicht mein Weg. Heute ist es ein Anker. Einfach still werden und meine Gedanken wahrnehmen. Mich selbst wieder spüren.
Die Welt draußen ist laut, schnell und voll. Und in der Trauer verliert man sich oft darin. Dieses bewusste Bei-mir-Sein hat mir geholfen, nicht nur im Außen nach Halt zu suchen, sondern in mir. Dadurch habe ich mich neu kennengelernt. Ehrlicher und klarer.
Weniger „Wie sollte ich sein?“
Mehr „Wie bin ich gerade wirklich?“
🤍Ich bin an meiner Seite geblieben
Was mich beim Schreiben besonders berührt hat, war die Erkenntnis, ich war für mich da.
Ich habe funktioniert, ja, aber ich habe nicht nur funktioniert. Ich habe mir Zeit genommen. Ich habe mich immer wieder gefragt: „Was brauche ich gerade?“ Ich habe in mein Herz gehört…in meinen Bauch. Weniger Kopf, mehr Gefühl. Und ich habe meinen Blick geweitet. Nicht alles nur rational erklären wollen, sondern mich auch für Spiritualität geöffnet. Für Gedanken, die größer sind als mein Verstand. Das hat mir Halt gegeben. Es war eine Art Ergänzung…ein Blick über den Tellerrand. Es gab mir Kraft und irgendwie auch ein kleines bisschen Leichtigkeit.
🌱Ich muss nicht alles alleine tragen
Trauer kann sich ziemlich einsam anfühlen. Und ja, es gibt Menschen, die nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Manche ziehen sich zurück. Manche wechseln das Thema.
Aber ich habe auch etwas anderes erlebt.
Wenn ich den Mut hatte, ehrlich zu sagen, wie es mir geht, auch wenn ich es selbst kaum in Worte fassen konnte, dann haben sich Türen geöffnet. Dann gab es Menschen, die zugehört haben.
Und plötzlich war ich gar nicht mehr so allein.
Seitdem weiß ich, wenn ich mich öffne, wenn ich meine Gedanken teile und meine Hand ausstrecke, dann gibt es Menschen, die sie nehmen. Und das werde ich nie vergessen.
🌱Was mir diese Zeit geschenkt hat
Ich weiß nicht, ob „Geschenk“ das richtige Wort ist. Vielleicht ist es eher eine Entwicklung. Eine Reifung. Ein inneres Wachsen. Ich bin jedenfalls heute viel näher bei mir. Ich weiß besser, was mir wichtig ist. Ich schätze Dinge, die nichts mit Besitz oder Status zu tun haben. Es geht mir weniger darum, wie etwas nach außen wirkt. Mehr darum, wie es sich innen anfühlt.
Ich möchte meinen Weg gehen. Einen Weg, der sich für mich lebenswert anfühlt. Und ich habe verstanden, wie sehr meine innere Haltung dabei eine Rolle spielt.
Ein einfaches Beispiel:
Wenn du denkst, alle Menschen sind rücksichtslos, dann wirst du vor allem genau das wahrnehmen. Wenn du aber beginnst zu glauben, dass es auch Güte gibt, dann siehst du plötzlich kleine Gesten, freundliche Worte, ehrliche Begegnungen.
Es ist wie mit einem neuen Auto:
Sobald du dich für eine bestimmte Marke interessierst, siehst du sie überall. Nicht, weil sie plötzlich häufiger da ist, sondern weil dein Fokus sich verändert hat.
So ähnlich habe ich es mit meinem Blick auf das Leben erlebt. Am Ende ist es meine innere Haltung, die meinen Weg bestimmt. Ich entscheide jeden Tag neu, worauf ich schaue. Nicht auf das, was fehlt, sondern auf das, was noch möglich ist.
🌱Heute
Heute stehe ich auf meiner Skala bei einer 8. Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht vorstellen können. Und allein dafür bin ich unglaublich dankbar.
Mein Dank an mich
In meinem Brief stand unter anderem:
Danke, dass du nicht aufgegeben hast.
Danke, dass du weitergemacht hast, auch an Tagen, an denen du nicht wusstest wie.
Danke, dass du dir Hilfe geholt hast.
Danke, dass du wieder begonnen hast, an das Leben zu glauben.
Und vielleicht mag ich dir heute eine Frage mitgeben:
Wann hast du dir zuletzt selbst gedankt?
Nicht für Leistung oder Perfektion, sondern dafür, dass du durchgehalten hast.
Es braucht keine großen Antworten. Vielmehr reicht es, sich selbst anzuerkennen und zu sagen: „Ich sehe, was du geleistet hast.“
Und vielleicht stellst du dann fest…
Du bist weiter, als du denkst.
Alles Liebe
Peggy
Ein Dankesbrief an mich selbst
Von der 0 zur 8 – mein Weg zurück ins Leben Danke, dass ich nicht aufgegeben habe
Vor einiger Zeit habe ich mich hingesetzt und mir selbst einen Brief geschrieben. Einen Dankesbrief. Nicht, weil alles gut ist. Nicht, weil ich „fertig“ bin mit meiner Trauer. Sondern weil ich einmal bewusst hinschauen wollte: „Was habe ich eigentlich in diesem Jahr alles geschafft?“
Wenn ich ehrlich bin, gab es eine Zeit, da hätte ich auf einer Skala von 0 bis 10, von „es geht nicht mehr weiter“ bis „das Leben fühlt sich wieder gut an“, wahrscheinlich eine 1 angekreuzt. Vielleicht auch eine 0. Ich habe keinen Sinn mehr gesehen. Ich hatte das Gefühl, ich komme da nie wieder raus.
🤍Als ich dachte, ich komme da nicht mehr raus
Mein Fokus war nur noch auf Sven gerichtet. Wenn ich Bilder im Kopf hatte, dann immer mit ihm.
Sven mit unseren Freunden.
Sven mit mir im Urlaub.
Sven mit mir hier im Haus.
Es gab kein Bild ohne ihn und genau das hat es so verzweifelt gemacht. Weil ich mir einfach kein „Danach“ vorstellen konnte. Kein Leben, das nicht automatisch ihn beinhaltete. Mein ganzes Denken war rückwärtsgerichtet. Alles drehte sich um das, was war und nicht mehr um das, was noch sein könnte. In diesen Momenten fühlte es sich an, als wäre mein Leben stehen geblieben.
🤍Der erste kleine Perspektivwechsel
Ganz langsam, wirklich langsam, habe ich gemerkt, dass sich mein Blick ein kleines Stück weitet. Nicht, weil ich weniger an Sven gedacht habe. Sondern weil ich irgendwann spürte, es gibt auch ein Leben ohne ihn. Anders. Aber es gibt es.
Neue Begegnungen kamen. Neue Gespräche. Neue Möglichkeiten.
Plötzlich habe ich erlebt, dass ich Dinge auch allein schaffe. Nicht genauso wie früher, aber auf meine Weise. Was mir besonders geholfen hat, war dieser Gedanke: „Was würde Sven jetzt sagen? Was würde er tun?“ Ich habe aufgehört, ihn nur im Gestern zu suchen und begonnen, ihn innerlich mitzunehmen. In meine Entscheidungen. In meine Gespräche. In mein Weitergehen. Genau das hat etwas verändert. Nicht im Außen, sondern in mir.
🌱Mehr bei mir ankommen
In dieser Zeit habe ich angefangen, mir bewusst Raum zu nehmen. Ich habe begonnen zu meditieren. Früher war das nicht mein Weg. Heute ist es ein Anker. Einfach still werden und meine Gedanken wahrnehmen. Mich selbst wieder spüren.
Die Welt draußen ist laut, schnell und voll. Und in der Trauer verliert man sich oft darin. Dieses bewusste Bei-mir-Sein hat mir geholfen, nicht nur im Außen nach Halt zu suchen, sondern in mir. Dadurch habe ich mich neu kennengelernt. Ehrlicher und klarer.
Weniger „Wie sollte ich sein?“
Mehr „Wie bin ich gerade wirklich?“
🤍Ich bin an meiner Seite geblieben
Was mich beim Schreiben besonders berührt hat, war die Erkenntnis, ich war für mich da.
Ich habe funktioniert, ja, aber ich habe nicht nur funktioniert. Ich habe mir Zeit genommen. Ich habe mich immer wieder gefragt: „Was brauche ich gerade?“ Ich habe in mein Herz gehört…in meinen Bauch. Weniger Kopf, mehr Gefühl. Und ich habe meinen Blick geweitet. Nicht alles nur rational erklären wollen, sondern mich auch für Spiritualität geöffnet. Für Gedanken, die größer sind als mein Verstand. Das hat mir Halt gegeben. Es war eine Art Ergänzung…ein Blick über den Tellerrand. Es gab mir Kraft und irgendwie auch ein kleines bisschen Leichtigkeit.
🌱Ich muss nicht alles alleine tragen
Trauer kann sich ziemlich einsam anfühlen. Und ja, es gibt Menschen, die nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Manche ziehen sich zurück. Manche wechseln das Thema.
Aber ich habe auch etwas anderes erlebt.
Wenn ich den Mut hatte, ehrlich zu sagen, wie es mir geht, auch wenn ich es selbst kaum in Worte fassen konnte, dann haben sich Türen geöffnet. Dann gab es Menschen, die zugehört haben.
Und plötzlich war ich gar nicht mehr so allein.
Seitdem weiß ich, wenn ich mich öffne, wenn ich meine Gedanken teile und meine Hand ausstrecke, dann gibt es Menschen, die sie nehmen. Und das werde ich nie vergessen.
🌱Was mir diese Zeit geschenkt hat
Ich weiß nicht, ob „Geschenk“ das richtige Wort ist. Vielleicht ist es eher eine Entwicklung. Eine Reifung. Ein inneres Wachsen. Ich bin jedenfalls heute viel näher bei mir. Ich weiß besser, was mir wichtig ist. Ich schätze Dinge, die nichts mit Besitz oder Status zu tun haben. Es geht mir weniger darum, wie etwas nach außen wirkt. Mehr darum, wie es sich innen anfühlt. Ich möchte meinen Weg gehen. Einen Weg, der sich für mich lebenswert anfühlt. Und ich habe verstanden, wie sehr meine innere Haltung dabei eine Rolle spielt.
Ein einfaches Beispiel:
Wenn du denkst, alle Menschen sind rücksichtslos, dann wirst du vor allem genau das wahrnehmen. Wenn du aber beginnst zu glauben, dass es auch Güte gibt, dann siehst du plötzlich kleine Gesten, freundliche Worte, ehrliche Begegnungen.
Es ist wie mit einem neuen Auto:
Sobald du dich für eine bestimmte Marke interessierst, siehst du sie überall. Nicht, weil sie plötzlich häufiger da ist, sondern weil dein Fokus sich verändert hat.
So ähnlich habe ich es mit meinem Blick auf das Leben erlebt. Am Ende ist es meine innere Haltung, die meinen Weg bestimmt. Ich entscheide jeden Tag neu, worauf ich schaue. Nicht auf das, was fehlt, sondern auf das, was noch möglich ist.
🌱Heute
Heute stehe ich auf meiner Skala bei einer 8. Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht vorstellen können. Und allein dafür bin ich unglaublich dankbar.
Mein Dank an mich
In meinem Brief stand unter anderem:
Danke, dass du nicht aufgegeben hast.
Danke, dass du weitergemacht hast, auch an Tagen, an denen du nicht wusstest wie.
Danke, dass du dir Hilfe geholt hast.
Danke, dass du wieder begonnen hast, an das Leben zu glauben.
Und vielleicht mag ich dir heute eine Frage mitgeben:
Wann hast du dir zuletzt selbst gedankt?
Nicht für Leistung oder Perfektion, sondern dafür, dass du durchgehalten hast.
Es braucht keine großen Antworten. Vielmehr reicht es, sich selbst anzuerkennen und zu sagen: „Ich sehe, was du geleistet hast.“
Und vielleicht stellst du dann fest…
Du bist weiter, als du denkst.
Alles Liebe
Peggy
Von der 0 zur 8 – mein Weg zurück ins Leben Danke, dass ich nicht aufgegeben habe
Vor einiger Zeit habe ich mich hingesetzt und mir selbst einen Brief geschrieben. Einen Dankesbrief. Nicht, weil alles gut ist. Nicht, weil ich „fertig“ bin mit meiner Trauer. Sondern weil ich einmal bewusst hinschauen wollte: „Was habe ich eigentlich in diesem Jahr alles geschafft?“
Wenn ich ehrlich bin, gab es eine Zeit, da hätte ich auf einer Skala von 0 bis 10, von „es geht nicht mehr weiter“ bis „das Leben fühlt sich wieder gut an“, wahrscheinlich eine 1 angekreuzt. Vielleicht auch eine 0.
Ich habe keinen Sinn mehr gesehen. Ich hatte das Gefühl, ich komme da nie wieder raus.
🤍Als ich dachte, ich komme da nicht mehr raus
Mein Fokus war nur noch auf Sven gerichtet. Wenn ich Bilder im Kopf hatte, dann immer mit ihm.
Sven mit unseren Freunden.
Sven mit mir im Urlaub.
Sven mit mir hier im Haus.
Es gab kein Bild ohne ihn und genau das hat es so verzweifelt gemacht. Weil ich mir einfach kein „Danach“ vorstellen konnte. Kein Leben, das nicht automatisch ihn beinhaltete. Mein ganzes Denken war rückwärtsgerichtet. Alles drehte sich um das, was war und nicht mehr um das, was noch sein könnte. In diesen Momenten fühlte es sich an, als wäre mein Leben stehen geblieben.
🤍Der erste kleine Perspektivwechsel
Ganz langsam, wirklich langsam, habe ich gemerkt, dass sich mein Blick ein kleines Stück weitet. Nicht, weil ich weniger an Sven gedacht habe. Sondern weil ich irgendwann spürte, es gibt auch ein Leben ohne ihn. Anders. Aber es gibt es.
Neue Begegnungen kamen. Neue Gespräche. Neue Möglichkeiten.
Plötzlich habe ich erlebt, dass ich Dinge auch allein schaffe. Nicht genauso wie früher, aber auf meine Weise. Was mir besonders geholfen hat, war dieser Gedanke: „Was würde Sven jetzt sagen? Was würde er tun?“ Ich habe aufgehört, ihn nur im Gestern zu suchen und begonnen, ihn innerlich mitzunehmen. In meine Entscheidungen. In meine Gespräche. In mein Weitergehen. Genau das hat etwas verändert. Nicht im Außen, sondern in mir.
🌱Mehr bei mir ankommen
In dieser Zeit habe ich angefangen, mir bewusst Raum zu nehmen. Ich habe begonnen zu meditieren. Früher war das nicht mein Weg. Heute ist es ein Anker. Einfach still werden und meine Gedanken wahrnehmen. Mich selbst wieder spüren.
Die Welt draußen ist laut, schnell und voll. Und in der Trauer verliert man sich oft darin. Dieses bewusste Bei-mir-Sein hat mir geholfen, nicht nur im Außen nach Halt zu suchen, sondern in mir. Dadurch habe ich mich neu kennengelernt. Ehrlicher und klarer.
Weniger „Wie sollte ich sein?“
Mehr „Wie bin ich gerade wirklich?“
🤍Ich bin an meiner Seite geblieben
Was mich beim Schreiben besonders berührt hat, war die Erkenntnis, ich war für mich da.
Ich habe funktioniert, ja, aber ich habe nicht nur funktioniert. Ich habe mir Zeit genommen. Ich habe mich immer wieder gefragt: „Was brauche ich gerade?“ Ich habe in mein Herz gehört…in meinen Bauch. Weniger Kopf, mehr Gefühl. Und ich habe meinen Blick geweitet. Nicht alles nur rational erklären wollen, sondern mich auch für Spiritualität geöffnet. Für Gedanken, die größer sind als mein Verstand. Das hat mir Halt gegeben. Es war eine Art Ergänzung…ein Blick über den Tellerrand. Es gab mir Kraft und irgendwie auch ein kleines bisschen Leichtigkeit.
🌱Ich muss nicht alles alleine tragen
Trauer kann sich ziemlich einsam anfühlen. Und ja, es gibt Menschen, die nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Manche ziehen sich zurück. Manche wechseln das Thema.
Aber ich habe auch etwas anderes erlebt.
Wenn ich den Mut hatte, ehrlich zu sagen, wie es mir geht, auch wenn ich es selbst kaum in Worte fassen konnte, dann haben sich Türen geöffnet. Dann gab es Menschen, die zugehört haben.
Und plötzlich war ich gar nicht mehr so allein.
Seitdem weiß ich, wenn ich mich öffne, wenn ich meine Gedanken teile und meine Hand ausstrecke, dann gibt es Menschen, die sie nehmen. Und das werde ich nie vergessen.
🌱Was mir diese Zeit geschenkt hat
Ich weiß nicht, ob „Geschenk“ das richtige Wort ist. Vielleicht ist es eher eine Entwicklung. Eine Reifung. Ein inneres Wachsen. Ich bin jedenfalls heute viel näher bei mir. Ich weiß besser, was mir wichtig ist. Ich schätze Dinge, die nichts mit Besitz oder Status zu tun haben. Es geht mir weniger darum, wie etwas nach außen wirkt. Mehr darum, wie es sich innen anfühlt.
Ich möchte meinen Weg gehen. Einen Weg, der sich für mich lebenswert anfühlt. Und ich habe verstanden, wie sehr meine innere Haltung dabei eine Rolle spielt.
Ein einfaches Beispiel:
Wenn du denkst, alle Menschen sind rücksichtslos, dann wirst du vor allem genau das wahrnehmen. Wenn du aber beginnst zu glauben, dass es auch Güte gibt, dann siehst du plötzlich kleine Gesten, freundliche Worte, ehrliche Begegnungen.
Es ist wie mit einem neuen Auto:
Sobald du dich für eine bestimmte Marke interessierst, siehst du sie überall. Nicht, weil sie plötzlich häufiger da ist, sondern weil dein Fokus sich verändert hat.
So ähnlich habe ich es mit meinem Blick auf das Leben erlebt. Am Ende ist es meine innere Haltung, die meinen Weg bestimmt. Ich entscheide jeden Tag neu, worauf ich schaue. Nicht auf das, was fehlt, sondern auf das, was noch möglich ist.
🌱Heute
Heute stehe ich auf meiner Skala bei einer 8. Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht vorstellen können. Und allein dafür bin ich unglaublich dankbar.
Mein Dank an mich
In meinem Brief stand unter anderem:
Danke, dass du nicht aufgegeben hast.
Danke, dass du weitergemacht hast, auch an Tagen, an denen du nicht wusstest wie.
Danke, dass du dir Hilfe geholt hast.
Danke, dass du wieder begonnen hast, an das Leben zu glauben.
Und vielleicht mag ich dir heute eine Frage mitgeben:
Wann hast du dir zuletzt selbst gedankt?
Nicht für Leistung oder Perfektion, sondern dafür, dass du durchgehalten hast.
Es braucht keine großen Antworten. Vielmehr reicht es, sich selbst anzuerkennen und zu sagen: „Ich sehe, was du geleistet hast.“
Und vielleicht stellst du dann fest…
Du bist weiter, als du denkst.
Alles Liebe
Peggy
Zwei Schatzkästchen – Für alles was war, was ist und was kommt
Über Trauer, Loyalität und die Erlaubnis, dem Leben wieder Raum zu geben. Warum Erinnern und Weitergehen sich nicht ausschließen
Vor Kurzem hatte ich ein sehr berührendes Gespräch mit meiner lieben Freundin Silke. Wir sprachen über Gefühle, über Loyalität, über Trauer und das Loslassen. Sich innerlich zu lösen heißt nicht vergessen.
Es heißt, neue Räume zu öffnen, ohne das Alte zu verlieren. Und genau dieses Gefühl hat meine Freundin in einem Bild eingefangen, das mich sehr berührt hat. Ein Bild, das ich hier gerne teilen möchte. Sie sprach von Schatzkästchen.
🤍 Das erste Schatzkästchen
Da ist ein erstes Schatzkästchen.
Es ist gut gefüllt. Darin liegen all die Erinnerungen an einen geliebten Menschen…
-
gemeinsame Zeiten,
-
Liebe,
-
Freude,
-
Nähe,
-
das geteilte Leben
Dieses Kästchen erzählt eine Geschichte, die gelebt wurde.
Der Deckel ist geschlossen. Nicht weil wir vergessen wollen, sondern, weil nichts Neues mehr hinzukommt.
Und doch bleibt dieses Schatzkästchen.
Es lässt sich jederzeit öffnen.
Wir dürfen hineinschauen, erinnern, fühlen, wann immer wir wollen.
Alles, was darin liegt, ist wertvoll und bleibt es auch.
🤍 Daneben steht ein zweites Schatzkästchen.
Es ist neu. Der Deckel ist noch zu.
Es ist noch nicht so gefüllt. Vielleicht liegen bereits ein paar kleine Dinge darin, ganz vorsichtig und gut sortiert.
Auch dieses Kästchen möchte wachsen.
Es möchte sich füllen.
-
Mit neuen Momenten.
-
Mit neuen Erfahrungen.
- Mit Leben.
Diese beiden Schatzkästchen stehen nebeneinander.
Das Entscheidende ist, sie haben nichts miteinander zu tun.
Das eine nimmt dem anderen nichts weg.
Nichts wird vermischt. Nichts ersetzt etwas.
Das erste Schatzkästchen verliert keinen einzigen seiner kostbaren Inhalte, nur weil ein zweites beginnt, sich zu füllen.
Hier wird sichtbar, Trauer bedeutet nicht Stillstand. Weitergehen bedeutet nicht Vergessen.
🌱 Was war, bleibt. Was kommt, darf sein.
Wenn wir uns dieses Bild verinnerlichen, liegt darin vielleicht eine große Entlastung für uns Trauernde.
Nichts wird gegeneinander ausgespielt.
Denn Liebe muss nicht geteilt oder ersetzt werden. Das Herz darf mehr als einen Raum haben, zu unterschiedlichen Zeiten, auf unterschiedliche Weise.
Dieses Darstellung der zwei Schatzkästchen hat mich sehr bewegt.
Und vielleicht berührt es auch dich und öffnet dir einen neuen Blick auf das (Weiter)-Leben.
Sehe es als Einladung, sanfter auf dich selbst zu schauen und dem eigenen Erleben mit mehr Vertrauen zu begegnen.
Ich danke meiner lieben Freundin Silke für das bereichernde Gespräch und die wunderschöne Metapher des Schatzkästchens.
Über Trauer, Loyalität und die Erlaubnis, dem Leben wieder Raum zu geben. Warum Erinnern und Weitergehen sich nicht ausschließen
Vor Kurzem hatte ich ein sehr berührendes Gespräch mit meiner lieben Freundin Silke. Wir sprachen über Gefühle, über Loyalität, über Trauer und das Loslassen. Sich innerlich zu lösen heißt nicht vergessen.
Es heißt, neue Räume zu öffnen, ohne das Alte zu verlieren. Und genau dieses Gefühl hat meine Freundin in einem Bild eingefangen, das mich sehr berührt hat. Ein Bild, das ich hier gerne teilen möchte. Sie sprach von Schatzkästchen.
🤍 Das erste Schatzkästchen
Da ist ein erstes Schatzkästchen.
Es ist gut gefüllt. Darin liegen all die Erinnerungen an einen geliebten Menschen…
-
gemeinsame Zeiten,
-
Liebe,
-
Freude,
-
Nähe,
-
das geteilte Leben
Dieses Kästchen erzählt eine Geschichte, die gelebt wurde.
Der Deckel ist geschlossen. Nicht weil wir vergessen wollen, sondern, weil nichts Neues mehr hinzukommt.
Und doch bleibt dieses Schatzkästchen.
Es lässt sich jederzeit öffnen.
Wir dürfen hineinschauen, erinnern, fühlen, wann immer wir wollen.
Alles, was darin liegt, ist wertvoll und bleibt es auch.
🤍 Daneben steht ein zweites Schatzkästchen.
Es ist neu. Der Deckel ist noch zu.
Es ist noch nicht so gefüllt. Vielleicht liegen bereits ein paar kleine Dinge darin, ganz vorsichtig und gut sortiert.
Auch dieses Kästchen möchte wachsen.
Es möchte sich füllen.
-
Mit neuen Momenten.
-
Mit neuen Erfahrungen.
- Mit Leben.
Diese beiden Schatzkästchen stehen nebeneinander.
Das Entscheidende ist, sie haben nichts miteinander zu tun.
Das eine nimmt dem anderen nichts weg.
Nichts wird vermischt. Nichts ersetzt etwas.
Das erste Schatzkästchen verliert keinen einzigen seiner kostbaren Inhalte, nur weil ein zweites beginnt, sich zu füllen.
Hier wird sichtbar, Trauer bedeutet nicht Stillstand. Weitergehen bedeutet nicht Vergessen.
🌱 Was war, bleibt. Was kommt, darf sein.
Wenn wir uns dieses Bild verinnerlichen, liegt darin vielleicht eine große Entlastung für uns Trauernde.
Nichts wird gegeneinander ausgespielt.
Denn Liebe muss nicht geteilt oder ersetzt werden. Das Herz darf mehr als einen Raum haben, zu unterschiedlichen Zeiten, auf unterschiedliche Weise.
Dieses Darstellung der zwei Schatzkästchen hat mich sehr bewegt.
Und vielleicht berührt es auch dich und öffnet dir einen neuen Blick auf das (Weiter)-Leben.
Sehe es als Einladung, sanfter auf dich selbst zu schauen und dem eigenen Erleben mit mehr Vertrauen zu begegnen.
Ich danke meiner lieben Freundin Silke für das bereichernde Gespräch und die wunderschöne Metapher des Schatzkästchens.
